Royal Island Resort & Spa Malediven - Bewertungen 4 Sterne

1.

Datum: 20.10.2009

Wir waren nun das 7. Mal auf den Malediven, nach 2mal Maayafushi, Vilamendhoo, Reethi Beach, Bolifushi, Mirihi.
Dementsprechend werde ich in unserem Bericht auch tw. vergleichen.
Das erste mal allerdings dass wir mit unserer lieben Tochter Anna auf den maldives waren.

Trotz folgender Kritikpunkte wars wieder ein absoluter Traumurlaub, fast 3 Wochen waren wir im Paradies—das Licht, die Farben von Meer, Sand, Vegetation und die Unterwasserwelt sind einfach so unbeschreiblich schön dass man immer wieder auf die Malediven fahren will!

Es war auch das erste mal dass wir über Deutschland gebucht haben, weil so knapp (3 wochen vor Abflug) in Österreich nichts vernünftiges mehr zu kriegen war.
Ein ganz grosses Lob an Frau Marlies Schmauch von DSI Reisen. Man kann sagen typisch deutsches Service und deutsche Gründlichkeit. Im Gegensatz zu vielen österr. Reisebüros, die einfach für vieles zu faul sind (u.a.), hat sich Fam. Schmauch von DSI super engagiert und es hat alles 1A funktioniert….ohne grosse Warterei auf Antwort und Reaktion!! Wir hatten letztlich auch eindeutig das billigste was wir bekommen konnten. Die Preise von Gulet, und allen Katalogveranstaltern, die man Österreich kriegt, lagen mehr als deutlich drüber.
Wenn es jemand gerne hat, dass der Reiseveranstalter (und das -büro) zusätzlich zur Gründlichkeit auch über Hirn verfügt und engagiert ist , der gehe bitte unbedingt zu DSI Reisen!

INSEL: auf der Lagunenseite der Insel hat man Sunset vorm Bungalow und Ruhe, weil sich das Wassersportcenter und der Bootsteg auf der anderen Inselseite befinden. Tatsächlich ist die andere Seite ziemlich unangenehm, will man Ruhe haben. Wenn nicht grad ein Dhoni fährt, kommen Schnellboot, Jetski oder Wasserflugzeug lärmend daher.
Wir sind nach 4 Tagen auf die Lagunenseite gezogen, war ansich kein Problem, ausser dass man eben fast einen halben Tag dafür verliert! Also möglichst schon vor Abflug hinmailen oder ähnliches!
Die Bungalows sind sehr geräumig, mit Terrasse. Das Bad ist halboffen, aber nicht atemberaubend weil man zwar beim Duschen, sofern man raufschaut ev. eine Palme erblickt, sonst hat man aber die nach oben hin offene Betonmauer vor den Augen-nicht so toll, wir hatten schon wesentlich schönere halboffene Bäder auf den Malediven. Abgesehen davon wir der Bungalow zwar 2mal täglich gereinigt, den Grünstreifen im Bad scheint aber niemand je zu reinigen--wir sahen Klopapierfetzen und einigen anderen Dreck der vom ersten bis zum letzten Tag da war. 5 oder 41/2 Stern find ich das nicht! Was ganz nett ist, dass man Shampoo, Seife, Body Lotion, Rasierer, Zahnbürste bekommt.
Das schlimmste auf der Insel ist, dass die Wege und die Restaurants etc. gepflastert sind. Für mich jedenfalls schlimm genug, dass ich allein deswegen nicht mehr auf Royal kommen werde. Das typisch maledivische fehlt der Insel. Auch der Pool wirkt lächerlich, wenige Meter vom wunderschönen Meer entfernt, allerdings war er sehr schön am Abend beleuchtet. (dass man mit kleinen Kindern einen Pool braucht kann ich nicht nachvollziehen, wir waren mit unserer 2 Jahre alten Tochter dort—sie genoss das Meer, auch wenn mal Flut war und ein paar Wellen kamen.)
Dafür kann das Hausriff enorm punkten!! Das beste das wir bis jetzt hatten. In der Lagune vor unserem Bungalow (wir waren an der Ecke, Nr. 138) waren viele, vielfältige, recht große und auch bunte Korallenblöcke! Wirklich schön zu beschnorcheln. Das Riff war sicher das artenreichste das wir bisher hatten! Nahe unserem Bungalow, aber um die Ecke und somit schon wieder auf der anderen Seite der Insel, gab es tolle Fischschwärme: Schnapperschwärme und Unmengen von Füsilieren (versch. Arten, wunderschön)--sowas haben wir bisher nur beim Tauchen gesehen. Bei den Schnapperschwärmen konnten wir und andere Schnorchler regelmäßig Haie beobachten. Zitronenhaie, die jedenfalls spektakulärer sind als die gewöhnlichen Weiss- und Schwarzspitzenriffhaie der Malediven. 2 gabs die ganz schön gross waren—unterwasser geschätzte 150cm, ziemlich breiter und mächtiger Körper, das maul leicht geöffnet sodass man auch die zähne sehen konnte. Ausgewachsen waren die aber noch lange nicht, der Zitronenhai kann bis zu 3m werden—ich hoffe dass ihnen das nicht mal zum Verhängnis wird und sie sich rechtzeitig vom Riff weg verdünnisieren.
Die Haie waren wirklich super, einmal hatten wir das Glück dass ein großer (wie beschrieben) und noch 2 kleinere eine halbe Stunde lang um uns herum waren, kurz mal weg, aber dann schon wieder neugierig auf uns zukamen! Spektakulär! Sie schwimmen wunderschön, ganz ganz langsam und ruhig—viel Zeit für Fotos. Das zweitbeste, viele würden sagen noch besere (hätt ich auch gesagt bevor ich die dortigen Zitrohaie sah) war dass immer wieder ein Manta am Riff gesehen wurde.(beim schnorcheln). Ich hab in 1 mal gesehen, ein Freund von uns sogar 2mal. Geschätzte Grösse unter Wasser wieder mal ca. 150cm Spannweite, also keiner von den tollen der Manta Points, aber ganz sicher auch kein Mobula bestätigt durch die örtliche Tauchschule!). Schildkröten gibt’s zu Hauff. Auch einen Adlerrochen haben wir mal im Sand nach Futter suchend gesehen!

Tauchen: im Baa Atoll darf man sich nicht so viel erwarten wie z.B. im Ari Atoll, dass wissen die Taucher eh.Es sind aber auch hier sehr schöne Plätze dabei, z.B.:
Dhonfanu Thila: einige Graue Riffhaie, schöne Hartkorallen, Höhle, sehr viel Fisch
Anga Faru : bei richtiger Strömung viele Graue Riffhaie (von klein bis gross)
Kihaadhoofaru Thila: wunderschöne Weichkorallenblöcke.
Wir haben aber nicht alle Tauchspots gesehen.
Insgesamt ist zu dieser Jahreszeit kaum Strömung (zumindest hatten wir niemals Probleme) und super Sicht. Wer Mantas sehen will, muss zwischen Juni und November hinfahren (Mantasaison).
Die Tauchbasis ist gut ausgestattet, das Personal wirklich sehr nett, hilfsbereit und kompetent. Da die Basis kleiner ist und auch weniger tauchen (1 Boot vormittags, 1x nachmittags ,ca. 2x /Woche Nachttauchen) war alles viel persönlicher und angenehmer. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Auf dem Tauchboot bekam man neben den obligaten Kokosnüssen auch etwas zu trinken und ein Handtuch.


Essen: 1. Geschmacksache!
Wen meine persönliche Meinung interessiert: verglichen mit den anderen Inseln wars ganz schlecht. Ich liebe maledivisch zubereitete Salate. So was gibt’s dort nicht—man hat ca. 3-4 Rohzutaten, wie Karotten, Tomaten, Gurken und 2 andere, immer mit käse oder wurst drin, total fad. Man mischt sich alles selber—die Auswahl an Essig und öl ist aber riesig. Die Desserts waren eine Katastrophe (Obstsalat ausgenommen)—auch da sind wir von den Malediven haubenverdächtige Konditorleistungen gewohnt—was man dort bekommt ist tw. eine Zumutung (chemisch, picksüss, überhaupt nicht fein). An Hauptspeisen gabs eine recht grosse Auswahl, aber auch da immer nur 2 Töpfe wo was maledivisches drin war, sonst eher chinesisch, italienisch o.ä. angehaucht, kaum traditionelles—sehr sehr schade und fad wie ich fand.

Das Service ist super, alle sind superfreundlich. Sehr sehr kinderliebend. Es gibt auch einen Babysitterservice wo ganz reizende maledivische Frauen aufpassen kommen.
Etwas enttäuscht waren wir dass das traditionelle Schmücken unseres Bettes zum Abschied ausfiel, obwohl der Roomboy immer sehr viel Trinkgeld bekam (insges. 30 Dollar). Als er das Bett schmückte, weil unsere Kleine Geburtstag hatte bekam er 5 Dollar usw.—aber dafür hat er sich’s beim Abschied gespart—das hat mich zugegeben auch etwas geärgert, da das doch immer sehr schön ist und man es sich beim 7. mal traditionsgemäss erwartet. Unser Freund übrigens, der mit uns abreiste bekam sein Blumenbett—es ist also auch auf royal durchaus üblich!

Ich hatte eine Behandlung im Spa, 90min., genannt seven Steps des Ayurveda – war recht gut, verglichen mit fast der selben Behandlung am Hochschober aber eindeutig schlechter .
Das Spa ist wunderschön, gibt’s nichts zu sagen. Aber ich glaub dieses Angebot muss auch jeder zahlen der auf die Insel fährt. Das Preis Leistungsverhältnis der Insel stimmt überhaupt nicht, ist weit entfernt von gut – wenn’s die Hälfte kostet wärs wahrscheinlich grad angemessen.

Zur Reise mit unserer 2 jährigen Tochter: null Problemo. Ob Flug oder Insel. Es war auch für sie ein Traum, sie genoss es in vollen Zügen. Das Fliegen hat ihr besonders gefallen, sie redet mehrmals täglich vom Flieger, Wasserflieger und den Piloten—die haben einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Der einzige Tipp: unbedingt Flugplätze reservieren: 7A+C—sind ansich eh für Kinder vorgesehn—falls baby unter 11kg mit ist, kann dort eine babyschale montiert werden zum schlafen, ansonsten hat man dort viel platz vor den Füssen, Anna konnte vor unseren sitzen stehen, , spielen, sitzen und auch schlafen—gut gebettet auf einigen Decken und Pölstern!
Bezüglich Sonnenschutz kann ich nur sagen dass es mit 60er Tube von LaRoche Posay und daqnn auch 50er Kindermilch von Nivea Spitze geklappt hat. Kein Fleckerl Sonnenbrand, sie kam sogar ziemlich ungebräunt nach Wien zurück—optimal in diesem Alter!


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