Urlaub Malediven - Geschichte


500-200 v. Chr.

Wahrscheinlich wurden die Malediven durch die singhalesischen Seefahrer entdeckt. Davon geht man aus, da der Dialekt, der heute noch gesprochen wird, stark an Singhalesisch erinnert und einige Gebräuche sowie buddhistische Funde bei Ausgrabungen darauf hindeuten. Die Besiedlung der Malediven erfolgte von Süden nach Norden. Sporadisch berichten danach immer wieder Seefahrer von den Malediven. 

1153

Es wurde erstmals mit der Niederschrift der „Tarikh" begonnen. Diese frühe maledivische Chronik wurde damals noch in Kupferstreifen gehämmert. Die bisher dem Buddhismus folgende Bevölkerung wird zum Islam bekehrt.

1344

Ibn Battuta, ein arabischer Reisender und Gelehrter wird durch den regierenden Sultan für einige Jahre zum Richter auf den Malediven ernannt. Er findet ein aufrichtiges, friedfertiges Volk vor, dennoch sorgt er mit strenger Hand für die Einhaltung der islamischen Lebensregeln. Die ersten ausführlichen Beschreibungen der Bevölkerung stammen von ihm.  

1558

Anfang des 16. Jahrhundert erreichten die Portugiesen den Indischen Ozean. Zuerst besetzten sie Süd-Indien, dann Ceylon und später annektierten sie unter der Führung des Kapitäns Andreas Andre auch die Malediven. Er ernennt sich zum Sultan und lässt alle Moscheen zerstören. Er baut Kirchen, um die Malediver trotz erheblichen Widerstandes zum christlichen Glauben zu bekehren.

1573

Nach langem Guerillakrieg unter Führung von Mohammed Thakrufaan mit Unterstützung der Malabaren schaffte er es 1573, die Portugiesen zu vertreiben. Er ging als Volksheld in die Geschichte ein und wurde daraufhin zum Sultan gewählt. Er ist einer der großen Volkshelden in der Geschichte der Malediven. Auch die Sultane nach ihm mussten noch öfters Angriffe der Portugiesen abwehren. Einer davon war Sultan Ibrahim Iskander, der die Münzprägung einführte und die erste Schule gründete.

1645-1796

Die Holländer übernehmen die Vormacht auf Ceylon und lösen die Portugiesen damit ab. Mit dem regierenden Sultan wird ein Vertrag geschlossen, der den Inseln weitgehende Unabhängigkeit sichert. Es entsteht ein Tributverhältnis.

1802-1883

Im Jahre 1802 übernahmen die Engländer Ceylon und machten sich unter der Leitung von Kapitän Moresby im Jahre 1834 daran, die Malediven als Erste kartografisch zu erfassen.

1802-1887

Die Engländer vertrieben die Holländer aus Ceylon und somit wurden auch die Malediven unter ihre Schutzherrschaft gestellt. Es wurde ein Protektoratsvertrag geschlossen, in dem sich die Malediven verpflichteten, kein Abkommen mit anderen Ländern zu schließen und als Gegenleistung für den Schutz durch die Engländer einen Tribut an England zu bezahlen. 

1932

Verkündung der ersten demokratischen Verfassung der Malediven, die 1939 jedoch abgelehnt wird. Im Addu Atoll errichten die Engländer auf der Insel Gan einen Luftwaffenstützpunkt. Das sichert der armen Region Arbeit und Einkommen. Am 1.1.1953 wurde die erste Republik unter der Präsidentschaft von Amin Didi gegründet. Seine Regierungszeit wird nach 10 Monaten mit einem Attentat auf ihn beendet. Sein Nachfolger schließt mit den Engländern einen Nutzungsvertrag über die Militärbasis auf Gan.

1952

Nach dem Tod von Amin Didi kam wieder ein Sultan an die Macht, die Malediven wurden wieder Sultanat. 1957 wird Ibrahim Nasir als Premierminister gewählt, er kündigt den Vertrag mit den Engländern. Drei südliche Atolle, die sich durch den Militärstützpunkt Gan finanzielle Vorteile von den Engländern erhoffen, bilden daraufhin einen eigenen Staat „United Suvadive Islands", scheitern aber nach 3 Jahren.  

26.07.1965

Die Malediven erlangen volle Unabhängigkeit als Mitglied des Commonwealth, sie treten der UNO bei.

1968

Es folgt der Austritt aus dem Commonwealth, die Republik mit neuer Verfassung entsteht unter Präsident Ibrahim Nasir. 

1972

Der österreichische Tauchpionier Hans Hass, der mit seinem Forschungsschiff Xarifa eine Expedition in den Indischen Ozean unternahm, veröffentlichte erste Unterwasserfilme. Diese Aufnahmen von Hans Hass waren der erste Grundstock zum heutigen Tauchtourismus. Auf Kurumba und Bandos werden die ersten Hotels eröffnet.

1978

Der diktatorisch regierende Präsident Nasir wird abgewählt, Maumoon Abdul Gayoom wird sein Nachfolger.

1980

wird ein Putschversuch von Expräsident Nasir und seinen Verbündeten erfolgreich abgewehrt, Präsident Gayoom bleibt im Amt und wird wiedergewählt.

1988

erfolgt ein erneuter blutiger Putschversuch durch tamilische Separatisten. Der Präsident flieht aus Malé und bittet um ausländische Unterstützung. Mit Hilfe aus Indien wird der Putsch niedergeschlagen. 

2005

Präsident Abdul Gayoom ist bis heute durch stetige Wiederwahl an der Macht. Er förderte stets den Tourismus und versucht, demokratische Reformen umzusetzen. Mit ihm als Präsident ist der Tourismus zur wichtigsten Devisenquelle geworden.


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