Urlaub Jamaika - Geschichte



500-300 v. Chr.:  
  
Die Arawaks waren Seefahrer und ließen sich an den Küsten und im Landesinneren von Jamaika nieder. Aus ihrer Sprache stammt auch der ursprüngliche Name Xaymaca.
 
1494: 
Christoph Kolumbus entdeckt die Insel auf seiner zweiten Westindienreise. Die Kariben, so nach Kolumbus benannt, sind Kannibalen, die morden und die Dörfer der Arawaks zerstören. 

1509:     
Durch die Besetzung der Spanier unter Führung von Diego, dem Sohn Kolumbus, wurde aus Xaymacs Santiago. Zuerst siedelten sie sich in der Nähe der St. Ann's Bay an, später ziehen sie südwärts an die Küste und gründen den heutigen Ort Spanish Town. Die Kultur der Arawaks wurde zerstört, da sie von den Spaniern als Sklaven gehalten wurden. 

1517:
Die Spanier benötigten neue Sklaven, da es kaum noch Arawaks gab, und so brachten sie die ersten afrikanischen Sklaven vorwiegend aus Ghana und Nigeria auf die Insel.           

1611:   
Erstmals gab es mehr schwarzafrikanische als europäische Einwohner auf Jamaika. 

1655:  
Am 10. Mai besetzten englische Truppen die Insel, es gab kaum Widerstand. Die Kolonialzeit der Spanier endete somit.          

1670:  
Durch den Vertrag von Madrid wurde die Übernahme durch die britische Krone amtlich. Hauptstadt wird Spanish Town, später Kingston. 3000 freigelassene Sklaven, die Maroons ziehen sich in die Berge zurück und leisten 84 Jahre Widerstand gegen die Regierung. Ein späterer Friedensvertrag wurde geschlossen. Die Maroons leben noch heute in den Bergen der Insel und haben einen eigenen Staat im Staat. Auf Jamaika folgte eine Zuckerplantagenwirtschaft mit Sklaven, ebenso war die Insel eine Anlaufstelle für Freibeuter und Piraten. 

 

 
1834: 
Am 1. August 1834 wird die Sklaverei offiziell abgeschafft. Die Menschen waren jetzt frei, hatten aber keine wirklichen Chancen, ein normales Leben zu führen. Sämtliche Ressourcen lagen fest in der Hand der Europäer. 

1866: 
Wut und Verzweiflung führten zu einem Aufstand gegen die Europäer, angeführt von William Gordon. Dieser  Aufstand wurde von den Briten brutal niedergeschlagen und Jamaika daraufhin zur Kronkolonie erklärt. 

1939:    
Zum ersten Mal wurden Gewerkschaften auf der Insel zugelassen.     

1944:       
Arbeitslosigkeit und Hungerlöhne prägen das Bild. Die Jamaika Labour Party (JLP) gewinnt die ersten Wahlen, die Insel erhält eine eigene Verfassung.

1958:   
Jamaika und neun weitere britische Gebiete in der Karibik schließen sich zur Westindischen Föderation zusammen.

1962:     
Am 6. August erlangt Jamaika die Unabhängigkeit von Großbritannien. Die Regierungsform ist die Parlamentarische Monarchie im Commonwealth, Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II. Die Jamaika Labour Party (JLP) gewann die Wahlen und Sir Alexander Bustamante wurde Premierminister. Die JLP ist eine liberale Partei.  
 
1972:       
Beitritt zur Carribbean Community, nach Wahlen kam Michael N. Manley von der People's National Party (PNP) an die Macht. Die PNP ist eine eher kommunistische Partei. Das erklärt auch die spätere Freundschaft von Manley zu Fidel Castro.

1992:   
Manley führte die freie Marktwirtschaft ein, trat dann aus gesundheitlichen Gründen zurück, Joel James Patterson übernahm die Regierung. 

1997:  
Bei Parlamentswahlen im Dezember erreichte Patterson die absolute Mehrheit.

2001:   
Es gab immer wieder Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden politischen Gruppen und kriminellen Banden hauptsächlich in Kingston. Die Regierung verwendete mehrere Millionen US-Dollar, um Jamaikas Ansehen auch im Hinblick auf den Tourismus wieder herzustellen.

2005:       
James Patterson ist noch heute Premierminister. 2007 finden die nächsten Neuwahlen statt. 
 



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